Melanotan II ist ein synthetisches, zyklisches Analogon des Alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH). Es aktiviert mehrere Melanocortin-Rezeptoren zugleich: den MC1R, der die Hautpigmentierung steuert, und den MC4R, der an Sexualfunktion und Appetit beteiligt ist.
Melanotan II ist ein synthetisches, zyklisches Peptid, das dem Alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormon (α-MSH) nachgebildet ist – jenem Signal, mit dem Ihr Körper die Melaninbildung anstößt. Wer in Österreich danach sucht, findet vor allem Foren und Bräunungsversprechen; diese Seite hält sich an das, was veröffentlicht ist, und an das, was hierzulande gilt. Vom natürlichen Hormon bleiben nur die sieben Kernreste erhalten, die über eine Lactambrücke zu einem Ring geschlossen werden; dadurch ist das Molekül an Melanocortin-Rezeptoren potenter und länger wirksam als α-MSH selbst Dorr RT et al. Evaluation of melanotan-II, a superpotent cyclic melanotropic peptide in a pilot phase-I clinical study. Life Sci 1996. PMID 8637402. Die Pigmentierung entsteht über den Melanocortin-1-Rezeptor (MC1R) auf den Melanozyten, jenen Rezeptor, der die Melaninsynthese in der menschlichen Haut steuert Böhm M et al. An overview of benefits and risks of chronic melanocortin-1 receptor activation. J Eur Acad Dermatol Venereol 2025. PMID 39082868. Damit ist es aber nicht getan: Melanotan II ist ein nicht-selektiver Melanocortin-Agonist Peters B et al. Melanotan II: a possible cause of renal infarction: review of the literature and case report. CEN Case Rep 2020. PMID 31953620, und genau diese Breite unterscheidet es am deutlichsten von seinem selektiven Verwandten Melanotan I, dem wir es in den Fragen weiter unten gegenüberstellen.
Der Großteil dessen, was zu Melanotan II publiziert ist, betrifft Rezeptorpharmakologie und nicht Medizin. Eine Übersichtsarbeit von 2024 zur Familie der Melanocortin-Rezeptoren führt es – gemeinsam mit Melanotan I und SHU9119 – unter den synthetischen α-MSH-Derivaten, die als Werkzeugsubstanzen dienen: als Referenzliganden, um die fünf Rezeptorsubtypen zu charakterisieren, rezeptorexprimierende Zelllinien zu validieren und kryoelektronenmikroskopische Strukturen zu verankern, sowie als Gerüst für zugelassene Melanocortin-Arzneimittel Weirath NA, Haskell-Luevano C. Recommended Tool Compounds for the Melanocortin Receptor (MCR) G Protein-Coupled Receptors (GPCRs). ACS Pharmacol Transl Sci 2024. PMID 39296259. Mehr ist seine Rolle in der Fachliteratur nicht: ein Referenzligand, kein Arzneimittel, das eine Entwicklung bis zum Ende durchlaufen hätte.
Humanstudien gibt es nur wenige, sie sind klein und liegen Jahrzehnte zurück. In der Pilot-Phase-1-Studie von Dorr und Kollegen erhielten drei gesunde Männer die Substanz an wechselnden Tagen, abwechselnd mit Kochsalzlösung: Berichtet wurden leichte Übelkeit und ein Streck-und-Gähn-Komplex, der mit spontanen Erektionen von ein bis fünf Stunden Dauer einherging; bei zwei der drei Männer war eine Woche nach der letzten Gabe eine verstärkte Pigmentierung zu sehen Dorr RT et al. Evaluation of melanotan-II, a superpotent cyclic melanotropic peptide in a pilot phase-I clinical study. Life Sci 1996. PMID 8637402. In einer doppelblinden Crossover-Studie mit zehn Männern mit psychogener erektiler Dysfunktion kam es nach Melanotan II bei acht der zehn zu Erektionen; Übelkeit, Strecken und Gähnen sowie ein verminderter Appetit traten häufiger auf als nach Placebo Wessells H et al. Synthetic melanotropic peptide initiates erections in men with psychogenic erectile dysfunction: double-blind, placebo controlled crossover study. J Urol 1998. PMID 9679884. Diese sexuellen Wirkungen ergeben sich aus dem Rezeptorprofil und nicht aus einer Verunreinigung: An Mäusen und an menschlichem Gewebe wurde gezeigt, dass der Melanocortin-4-Rezeptor (MC4R), der auch die Nahrungsaufnahme mitsteuert, Erektionsfunktion und Sexualverhalten moduliert und in Nervenfasern des menschlichen Penis sowie in spinalen Erektionsbahnen exprimiert wird Van der Ploeg LH et al. A role for the melanocortin 4 receptor in sexual function. Proc Natl Acad Sci U S A 2002. PMID 12172010.
Zum Status reicht ein Satz, der für Österreich ebenso gilt wie für die übrige Union: Kein Melanotan-II-Produkt besitzt in der Europäischen Union eine Zulassung, und im Arzneispezialitätenregister des BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) ist mit Stand 15. September 2026 keines eingetragen. Der einzige Melanocortin-Agonist mit Zulassung, Afamelanotid (Scenesse), ist ein anderes Molekül: im Dezember 2014 unter außergewöhnlichen Umständen zugelassen, als alle zwei Monate erneuertes Implantat bei erythropoetischer Protoporphyrie, einer seltenen Krankheit, die Lichtunverträglichkeit verursacht European Medicines Agency. Scenesse (afamelanotide): European public assessment report.. Im Vereinigten Königreich behandelt die MHRA ein Produkt mit Melanotan II als Arzneimittel, wenn es die gesetzliche Definition eines solchen erfüllt, und ein Arzneimittel muss zugelassen sein, um verkauft zu werden; sie gibt an, solche Melanotan-Produkte seit über zehn Jahren wiederholt aus dem Verkauf genommen zu haben und zwischen 2011 und 2021 13 Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen von Melanotan II erhalten zu haben, die – wie sie anmerkt – für sich genommen nicht belegen, dass der Wirkstoff die Ereignisse verursacht hat Medicines and Healthcare products Regulatory Agency. FOI 21/1237: Yellow Card reports for melanotan II products, 2011–2021. 2021.. Auch andere nationale Gesundheitsbehörden haben zu Melanotan I und II Sicherheitswarnungen veröffentlicht Habbema L et al. Risks of unregulated use of alpha-melanocyte-stimulating hormone analogues: a review. Int J Dermatol 2017. PMID 28266027. Weshalb keines der Peptide, die wir nach Österreich liefern, eine EMA-Zulassung besitzt, erklären wir unter Warum diese Wirkstoffe keine EMA-Zulassung haben.
Die jüngeren Humandaten sind Fallberichte, und Fallberichte beschreiben zeitliche Abläufe, keine Häufigkeiten. Ein Bericht aus dem Jahr 2026 begleitete einen Patienten, der sich 64 Tage lang Melanotan II selbst injiziert hatte: Er entwickelte eine braune Pigmentierung des Zahnfleischs in beiden Kiefern sowie unregelmäßige Flecken an der Innenseite beider Wangen; die Wangenpigmentierung war einen Monat nach dem Absetzen fast verschwunden, die Zahnfleischpigmentierung nach drei Monaten schwächer, aber noch vorhanden, und der Autor hält fest, dass keine veröffentlichten Daten beschreiben, wie lange solche Veränderungen zur Rückbildung brauchen Bonchev A. Changes in Oral Mucosa Associated with Melanotan II Injections: A Case Report. Life (Basel) 2026. PMID 41752902. Ein Bericht von 2025 schildert eine 22-jährige Frau, die ein Melanotan-II-Nasenspray verwendet hatte und bei der ein malignes Schleimhautmelanom des Oberkiefers diagnostiziert wurde; die Autoren werfen das Spray als möglichen Risikofaktor auf Yassin Alsabbagh A et al. Melanotan II nasal spray: a possible risk factor for oral mucosal malignant melanoma? Int J Oral Maxillofac Surg 2025. PMID 40210573. Der Verlauf einer einzelnen Person kann eine Ursache weder belegen noch ausschließen; belegt ist durch solche Berichte nur, dass die Ereignisse beobachtet und dokumentiert wurden. Weil die MC1R-Signalgebung genau auf jenen Zelltyp wirkt, aus dem Melanome hervorgehen, und weil die oben genannte Übersichtsarbeit von Böhm und Kollegen ausdrücklich festhält, dass eine MC1R-Aktivierung bei Menschen mit Risikofaktoren Melanome nicht verhindert, gehört jede Veränderung an einem bestehenden Muttermal umgehend in die Ordination einer Hautärztin oder eines Hautarztes.
Was wir nach Österreich liefern, ist MELANOTAN II 20: 20 mg Melanotan II, bereits gelöst, in einem vorgefüllten 3-ml-Mehrdosis-Pen, ab Lager lieferbar und gemeinsam mit GHK-Cu unter Peptide für die Haut gelistet. Der Pen verlässt unseren tschechischen Versandstandort in der Kühlkette und ist in der Regel innerhalb von 3–5 Werktagen bei Ihnen, verfolgt bis an die Haustür, ohne Zollgebühren und ohne Einfuhrformalitäten, weil der Versand innerhalb des EU-Binnenmarkts erfolgt; die Preise auf bodypharmeu.com/at sind in Euro angegeben und verstehen sich inkl. USt. Jede Charge prüft ein unabhängiges Labor auf Identität per Massenspektrometrie, auf Reinheit per HPLC und auf Sterilität; die Identität wird über die Masse bestätigt und nicht bloß über eine chromatographische Retentionszeit, die ICH Q6A nicht als spezifische Identitätsprüfung gelten lässt ICH Q6A. Specifications: test procedures and acceptance criteria for new drug substances and new drug products. 1999.. Das Analysenzertifikat (COA) Ihrer Charge weist den HPLC-Reinheitswert und die Konzentration der Patrone aus (mg/ml und Gesamt-mg pro 3 ml); Sie öffnen es über den QR-Code am Pen oder über das Verzeichnis unter /coa. Das zweite Peptid der Hautseite hat eine eigene Erklärseite: Was ist GHK-Cu?.
Dieser Artikel klärt drei Fragen: Was ist Melanotan II chemisch und regulatorisch? Was zeigt die vorhandene Humanevidenz tatsächlich? Und warum lassen sich Zulassungen verwandter Moleküle nicht auf MT-II übertragen?
Melanotan II (MT-II) ist ein synthetischer zyklischer Melanokortin-Analogwirkstoff mit Aktivität an mehreren Melanokortinrezeptoren, die Pigmentierung, Appetit und andere systemische Prozesse steuern. MT-II ist nicht identisch mit Afamelanotid, Bremelanotid oder dem gelegentlich „Melanotan I” genannten Stoff, und Zulassungen sowie Sicherheitsdaten verwandter Moleküle gelten nicht stellvertretend für MT-II. Eine frühe Humanstudie mit drei gesunden Männern beobachtete bei zwei Teilnehmenden Pigmentierung und berichtete zugleich Übelkeit, Schläfrigkeit sowie verlängerte spontane Erektionen. Dieser Versuch zeigt biologische Aktivität, bestätigt aber weder langfristige Sicherheit noch einen standardisierten Sonnenschutzfaktor (SPF). MT-II ist eine nicht zugelassene experimentelle Substanz: Online-Verfügbarkeit, Forschungskennzeichnung oder ein Analysenzertifikat schaffen keine Zulassung und keine Grundlage für Selbstbehandlung.
| Prüfpunkt | Einordnung |
|---|---|
| Identität | Synthetischer zyklischer Melanokortin-Analogwirkstoff, nicht Afamelanotid oder Bremelanotid |
| Humanbefund | Pilot-Phase-I mit nur drei gesunden Männern |
| Pigmentierung | Biologische Aktivität beobachtet, kein Nachweis von UV-Schutz |
| Langzeitsicherheit | Keine ausreichende kontrollierte Datenbasis |
| Status | Kein zugelassenes Bräunungsarzneimittel in den geprüften Quellen |
Die Übersicht ordnet Identität, Evidenz und regulatorischen Status ein. Sie ist keine Behandlungs- oder Anwendungsempfehlung.
MT-II ist ein zyklisches Analogon melanokortiner Signalpeptide und wirkt nicht selektiv nur auf Pigmentzellen. Diese fehlende Selektivität verhindert, dass ein biologischer Befund vorschnell als klinischer Nutzen gelesen wird, weil Effekte an mehreren Rezeptortypen gleichzeitig auftreten können.
Die Aktivität an mehreren Rezeptoren, darunter MC1R (Pigmentierung), MC3R und MC4R (Appetit, Sexualfunktion), erklärt, warum kosmetische Pigmentierung mit systemischen Wirkungen einhergehen kann. Population, Formulierung, Studiendauer und Endpunkt müssen gemeinsam betrachtet werden, um einen Befund belastbar einzuordnen.
Afamelanotid ist ein anderer Analogwirkstoff mit eigener regulierter Form und eng definierter zugelassener Indikation; sein Befund gilt nur innerhalb des untersuchten Rahmens. Bremelanotid besitzt ebenfalls eine abweichende Molekülidentität, Produktinformation und regulatorische Bewertung. Keine der beiden Zulassungen ist auf MT-II übertragbar.
Die Pilotstudie verwendete ein einfach verblindetes, alternierendes Design mit Kochsalzvergleich bei lediglich drei gesunden Männern über zwei Wochen. Diese Anlage macht die Evidenzstufe klar: Ein Mechanismus kann plausibel sein, ohne eine Therapie zu bestätigen. Wer diesen Unterschied übersieht, zieht aus dem Befund weitreichendere Schlüsse, als das Design erlaubt.
Bei zwei Teilnehmenden trat Pigmentierung auf, was menschliche biologische Aktivität grundsätzlich erkennbar macht. Berichtet wurden daneben Übelkeit, Somnolenz (Schläfrigkeit) sowie verlängerte spontane Erektionen.
Drei Personen erlauben keine verlässliche Schätzung von Häufigkeit, Geschlechtsunterschieden, seltenen Ereignissen oder Langzeitfolgen. Für seltene oder langfristige Risiken reicht ein kleiner und kurzer Datensatz grundsätzlich nicht aus. Gerade bei Peptiden darf die Ähnlichkeit des Namens eine abweichende Sequenz oder Darreichungsform nicht verdecken.
Ein sichtbarer Farbunterschied der Haut ist kein standardisiert bestimmter SPF eines geprüften Sonnenschutzmittels. Das Ergebnis beantwortet damit eine engere Frage, als Werbeaussagen gewöhnlich vermuten lassen.
UV-Strahlung schädigt DNA, auch wenn unmittelbar keine ausgeprägte Rötung oder Verbrennung sichtbar ist. Die Pilotstudie erfasste weder standardisierte Erythem-Schwellen (Maß für die Hautrötungsreaktion auf UV) noch DNA-Schäden oder Hautkrebsereignisse. Aus beobachteter Pigmentierung darf deshalb keine Prävention von Melanom, anderen Hauttumoren oder Photoalterung abgeleitet werden.
Diese Trennung schützt davor, Zulassung, analytische Identität und klinische Wirksamkeit miteinander zu verwechseln. Wer dennoch annimmt, dunklere Haut ersetze Sonnenschutz, trägt ein Risiko, das die vorhandene Evidenz nicht rechtfertigt.
Eine Zulassung von Afamelanotid bestätigt nur das definierte Produkt, seine Form, Herstellung und die geprüfte Indikation, nicht die Sicherheit oder Wirksamkeit von MT-II. Klassenverwandtschaft reicht nicht aus, weil Rezeptorselektivität, Exposition und unerwünschte Wirkungen abweichen können.
Auch ein ähnlicher Handelsname auf einer Website ist kein analytischer Nachweis derselben Sequenz oder Formulierung. Ein Analysenzertifikat könnte bestimmte Chargenmerkmale stützen, ersetzt jedoch keine kontrollierte Wirksamkeitsstudie.
MT-II muss anhand eigener kontrollierter Daten bewertet werden. Eine fremde Nutzen-Risiko-Bilanz lässt sich nicht übernehmen, sobald Molekül, Route, Zielgruppe oder klinisches Ziel wesentlich abweichen.
Eine qualitative Studie analysierte 623 Beiträge von 205 Mitwirkenden zu Melanotan-II-Diskussionen im Internet. Solche Daten zeigen Sprache, Motive, Fehlinformationen und riskante Verhaltensmuster. Einen verlässlichen Nenner besitzen sie nicht, weil die tatsächliche Substanzidentität, vollständige Ereigniserfassung und Exposition der Beitragenden nicht kontrolliert waren.
Aus der Häufigkeit eines Forenmotivs lässt sich keine medizinische Nebenwirkungsrate berechnen. Wer nur den häufigsten Prozentwert heranzieht, übersieht Unterschiede im Protokoll und in der Auswertung. Auch ein statistisch deutlicher Biomarkerunterschied muss von patientenrelevanten Ergebnissen getrennt bleiben.
Einzelberichte beschreiben zeitliche Zusammenhänge zwischen nicht regulierten Melanotan-Angeboten und Veränderungen von Pigmentmalen oder schweren Diagnosen. Ein Fallbericht erzeugt ein Sicherheitssignal, kann aber ohne Kontrollgruppe weder Inzidenz noch Kausalität beweisen. UV-Exposition, Ausgangsbefund, genetisches Risiko und unbekannte Produktzusammensetzung sind wichtige alternative oder mitwirkende Erklärungen.
Population, Formulierung, Studiendauer und Endpunkt müssen gemeinsam betrachtet werden, um Kausalität von Koinzidenz zu trennen. Eine schnelle, unregelmäßige oder anderweitig auffällige Hautveränderung gehört unabhängig von vermuteter Ursache fachärztlich beurteilt.
Jede Charge wird von einem unabhängigen Labor auf Identität und Reinheit geprüft – mit herunterladbarem Analysenzertifikat.
Der Pen kommt einsatzbereit an. Kein Rekonstituieren, kein Abmessen, keine Vials.
Isolierter Versand mit Temperaturindikator, Versand innerhalb von 24 Stunden.
Scannen Sie den QR-Code auf Ihrem Pen oder öffnen Sie das COA-Verzeichnis, um das Zertifikat Ihrer Charge zu sehen.
Die pharmakologische Ebene betrifft Rezeptorwirkung, Pigmentierung und andere systemische Effekte des tatsächlich vorhandenen MT-II. Die Produktebene betrifft falsche Identität, variablen Gehalt, Verunreinigung, mikrobielle Belastung, Endotoxine und Stabilität. Diese Risikoquellen sind voneinander unabhängig und können gleichzeitig auftreten.
Bei unregulierten Angeboten können beide Ebenen gleichzeitig unklar sein, was auch die Meldung unerwünschter Ereignisse erschwert. Gerade bei Peptiden darf die Ähnlichkeit des Namens eine abweichende Sequenz oder Darreichungsform nicht verdecken.
Ein HPLC-Reinheitswert (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie, ein analytisches Trennverfahren) prüft nicht automatisch Identität, absoluten Gehalt, Sterilität oder klinische Eignung. Ein plausibler Mechanismus bestätigt keine Therapie. Diese Grenze ist keine Abwertung der Forschung, sondern Voraussetzung für eine faire Interpretation. Jede Charge unseres Pens wird von einem unabhängigen Labor auf Identität (Massenspektrometrie), Reinheit (HPLC) und Sterilität geprüft; das Analysenzertifikat unter /coa zeigt den Reinheitswert und die Konzentration der Patrone und ist über den QR-Code auf dem Pen erreichbar. Es dokumentiert Chargenmerkmale und ist ausdrücklich kein Wirksamkeits- oder Zulassungsnachweis.
Die australische TGA (Therapeutic Goods Administration) veröffentlicht einen offiziellen Sicherheitshinweis zu Melanotan II und unregulierten Angeboten. In den geprüften Arzneimitteldatenbanken, EMA und Drugs@FDA, wurde zum Stichtag 25. August 2026 keine reguläre Zulassung von MT-II als Bräunungsarzneimittel identifiziert.
Die Aussage ist auf Jurisdiktion, Suchdatum und verwendete Synonyme begrenzt. Verkauf über soziale Medien, Forschungslabel oder kosmetische Zweckangabe ändern den Arzneimittelstatus nicht.
Eine geeignete Studie müsste eine exakt charakterisierte MT-II-Formulierung, eine Kontrollgruppe und standardisierte UV-Exposition verwenden. Diese Anforderungen liegen der gegenwärtigen nicht zugelassenen Online-Verwendung nicht zugrunde. Objektive Erythem-Schwellen, Marker für DNA-Schäden und langfristige Hautveränderungen müssten statt nur der Hautfarbe erfasst werden.
Systemische unerwünschte Ereignisse, Studienabbrüche und mögliche Interaktionen müssten parallel dokumentiert werden. Ein solches bestätigendes Programm fehlt bislang vollständig.
Belegt ist eine biologische Aktivität in einem winzigen frühen Experiment, nicht ein akzeptables Verhältnis von kosmetischem Nutzen und Risiko. Nicht belegt sind standardisierter UV-Schutz, Krebsprävention, langfristige Sicherheit oder Gleichwertigkeit mit einem zugelassenen Melanokortin-Arzneimittel.
Die sachgerechte Bewertung verbindet exakte Identität, konkrete Formulierung, untersuchte Population, Endpunkt und Entwicklungsstand und verzichtet auf Dosis-, Injektions- oder Selbstbehandlungsanweisungen.
Der gewünschte Zweck verändert die Pharmakologie nicht. Ein systemisch aktiver Melanokortin-Analogwirkstoff spricht Rezeptoren unabhängig davon an, ob eine Person Pigmentierung, Appetitveränderung oder einen anderen Effekt erwartet. Das kosmetische Ziel dient deshalb nicht als Begründung für geringe medizinische Relevanz. Regulierte oberflächliche Selbstbräuner wie DHA-haltige Lotionen und ein systemisch wirkendes experimentelles Peptid sind weder mechanistisch noch regulatorisch austauschbar.
Diese internen Seiten dienen der thematischen Navigation und sind keine zusätzlichen Belege für Wirksamkeit oder Sicherheit.
Der klare Informationsbefund lautet: Melanotan II ist eine nicht zugelassene experimentelle Substanz. Eine dunklere Pigmentierung ist kein SPF, verhindert nach der vorhandenen Evidenz keine UV-bedingten DNA-Schäden und ersetzt keinen etablierten Sonnenschutz.
Die sachgerechte Bewertung verbindet exakte Identität, konkrete Formulierung, untersuchte Population, Endpunkt und Entwicklungsstand. Als nächsten Schritt empfiehlt sich die Lektüre des COA-Leitfadens, um zu verstehen, was analytische Dokumente leisten und was sie nicht belegen können.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen evidenzbasierten Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.
Kein Melanotan-II-Produkt besitzt eine EU-Zulassung, im Arzneispezialitätenregister des BASG ist keines eingetragen, und weder in der EU noch im Vereinigten Königreich ist es ein zugelassenes Arzneimittel. Ob ein bestimmtes Produkt als Arzneimittel einzustufen ist, wird im Einzelfall nach nationalem Recht entschieden, in Österreich nach dem Arzneimittelgesetz (AMG). Die MHRA vertritt die Position, dass ein Melanotan-II-Produkt ein Arzneimittel ist, wenn es die gesetzliche Definition eines solchen erfüllt, und dann zugelassen sein muss, um verkauft zu werden, und sie hat solche Produkte wiederholt aus dem Verkauf genommen Medicines and Healthcare products Regulatory Agency. FOI 21/1237: Yellow Card reports for melanotan II products, 2011–2021. 2021.. Wir sagen das offen und liefern den Pen mit seinem Analysenzertifikat.
Auf mehrere Melanocortin-Rezeptoren: Es ist ein zyklisches α-MSH-Analogon und ein nicht-selektiver Agonist an dieser Rezeptorfamilie Peters B et al. Melanotan II: a possible cause of renal infarction: review of the literature and case report. CEN Case Rep 2020. PMID 31953620. Der MC1R auf den Melanozyten erklärt die Pigmentierung; der MC4R, der Erektionsfunktion, Sexualverhalten und Nahrungsaufnahme moduliert, erklärt die Erektionen, das Gähnen und die Appetitveränderungen, die in den veröffentlichten Studien beschrieben sind Van der Ploeg LH et al. A role for the melanocortin 4 receptor in sexual function. Proc Natl Acad Sci U S A 2002. PMID 12172010.
Aus den beiden kleinen Humanstudien: Übelkeit, ein Streck-und-Gähn-Komplex, spontane Erektionen sowie Schläfrigkeit und Müdigkeit bei der höchsten geprüften Menge Dorr RT et al. Evaluation of melanotan-II, a superpotent cyclic melanotropic peptide in a pilot phase-I clinical study. Life Sci 1996. PMID 8637402; ein verminderter Appetit trat ebenfalls häufiger auf als nach Placebo Wessells H et al. Synthetic melanotropic peptide initiates erections in men with psychogenic erectile dysfunction: double-blind, placebo controlled crossover study. J Urol 1998. PMID 9679884. Aus Fallberichten: systemische Toxizität mit Herzrasen, Rhabdomyolyse und Nierenfunktionsstörung nach einer großen selbst injizierten Menge Nelson ME et al. Melanotan II injection resulting in systemic toxicity and rhabdomyolysis. Clin Toxicol (Phila) 2012. PMID 23121206, Niereninfarkt Peters B et al. Melanotan II: a possible cause of renal infarction: review of the literature and case report. CEN Case Rep 2020. PMID 31953620, Pigmentierung der Mundschleimhaut (der Bericht von 2026 oben) sowie Veränderungen an bestehenden Muttermalen, darunter vier Berichte über Melanome, die während oder kurz nach der Anwendung aus bestehenden Muttermalen hervorgingen Habbema L et al. Risks of unregulated use of alpha-melanocyte-stimulating hormone analogues: a review. Int J Dermatol 2017. PMID 28266027. Ein Fallbericht dokumentiert, was einer einzelnen Person widerfahren ist; eine Häufigkeit lässt sich daraus nicht ableiten, und eine Ursache lässt sich damit nicht beweisen.
Melanotan I ist ein lineares α-MSH-Analogon; Melanotan II ist ein kürzeres, zyklisches, das für die Indikation erektile Dysfunktion in die klinische Prüfung ging Hadley ME, Dorr RT. Melanocortin peptide therapeutics: historical milestones, clinical studies and commercialization. Peptides 2006. PMID 16412534. Das einzige als Arzneimittel zugelassene α-MSH-Analogon ist Afamelanotid, vermarktet als Scenesse Habbema L et al. Risks of unregulated use of alpha-melanocyte-stimulating hormone analogues: a review. Int J Dermatol 2017. PMID 28266027, in der EU seit Dezember 2014 unter außergewöhnlichen Umständen als subkutanes Implantat bei erythropoetischer Protoporphyrie zugelassen European Medicines Agency. Scenesse (afamelanotide): European public assessment report.. Von dieser Zulassung überträgt sich nichts auf Melanotan II, das ein anderes Molekül mit breiterem Rezeptorprofil ist.
Ja. Ein unabhängiges Labor prüft jede Charge auf Identität per Massenspektrometrie, auf Reinheit per HPLC und auf Sterilität. Das Zertifikat weist den Reinheitswert und die Konzentration der Patrone aus; das Zertifikat genau Ihrer Charge öffnen Sie über den QR-Code am Pen oder über das COA-Verzeichnis unter /coa – ein einfaches PDF, für das Sie kein Konto brauchen.
Ein vorgefüllter 20-mg-Pen, ab Lager lieferbar, nach Österreich zugestellt, mit dem Zertifikat seiner Charge nur einen QR-Scan entfernt.
Eignung prüfenWird ausschließlich zu Forschungs- und Analysezwecken bereitgestellt. Kein Arzneimittel, nicht zum menschlichen Verzehr bestimmt und nicht dazu vorgesehen, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.
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